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Wirtschaft,
Finanzen und Geld sind komplizierte Sachgebiete denen man ausschließlich
den Experten überlassen sollte. So denkt sicherlich jeder der sich
noch nie mit diesem Gebiet auseinandergesetzt hat. Der berühmte Autobauer
Henry Ford sagte einmal: "Eigentlich ist es gut, dass die Menschen
der Nationen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden
sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen
früh!" Damit alles so bleibt wie es ist, wird Wirtschaft nicht
an den Schulen gelehrt. Deshalb ist es so, dass wir alle über die
Oberfläche des Mondes mehr bescheit wissen als über das Tauschmittel
Geld welches wir tagtäglich benutzen. Aber auch die Finanz-Experten
werden an den Universitäten im Sinne der derzeitigen Wirtschaftsideologie
verbildet. Einfache Zusammenhänge, wie die Unmöglichkeit stetigen
Wirtschaftswachstums und die Ursachen von Armut werden kaum erkannt. In
den Massenmedien hört man nur das Märchen des ewigen Wachstums,
von Reformen, die keine sind und davon, dass die arbeitenden Menschen
sich immer mehr anstrengen müssten und ihnen dennoch immer weniger
Wohlstand übrig bleibt. Doch warum das so ist, erfährt man nirgends.
Informieren Sie sich selbst und lesen Sie folgende Beiträge und Seiten! I Symptome Wirtschaftswachstum und Gesamtverschuldung Immer deutlicher
wird, dass die meisten gesellschaftlichen Probleme nicht nur wirtschaftliche,
sondern speziell finanzielle Ursachen haben. So wird tagtäglich in
den Medien berichtet, dass der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar, die
Renten unsicher, die Gesundheitskassen reformiert werden müssen und
auch Arbeit nicht mehr bezahlbar sei. Gleichzeitig versucht man dagegen
anzugehen, indem Bundesländer z. B. Personalausgaben verringern,
Städte und Gemeinden öffentliche Einrichtungen schließen
und Nürnberg beim Arbeitslosengeld kürzt. Doch scheinbar lassen
sich damit nur kurzfristig einige Haushaltslöcher stopfen, weshalb
auch weiterhin immer höhere Schulden aufgenommen werden. Die Staatsverschuldung
liegt über 1.300 Mrd. Euro und wächst mit mehr als 2.000 Euro
pro Sekunde [1]! Allein die Zinszahlungen für alte Schulden machen
bereits einen Anteil von über 15 % des gesamten Bundeshaushaltes
aus [2]. Die Verschuldung nimmt immer größere Ausmaße
an und ist nicht mehr zu stoppen. Doch was sind die Ursachen?
Der Sozialstaat,
der nach dem Kriege unter Schutt und Asche eingeführt wurde, soll,
nachdem nun die Wirtschaftsleistung 13?fach gesteigert wurde, nicht mehr
finanzierbar sein. Wie passt das zusammen? Sind wir alle zu anspruchsvoll,
zu satt und faul geworden? Hätten wir uns noch mehr anstrengen müssen?
Waren wir zu langsam, zu träge und zu wenig innovativ? Oder ist es
nicht so, dass die meisten Menschen längst unter ständiger Arbeitshetze,
Stress und Überforderung leiden? Ist es nicht schon soweit, dass
sogar viel zu wenig Zeit für die Familie, für Kinder und Freunde
bleibt? Und könnte es auch sein, dass immer mehr Menschen am Rande
der Gesellschaft landen, weil sie mit einem ständig wachsenden Leistungsdruck
einfach nicht mithalten können? Ist die Wirtschaft eigentlich für
die Menschen da oder umgekehrt? Der Staat als Systemstabilisator Um einer Wirtschaftskrise vorzubeugen, hat der Staat in konjunkturell schlechteren Zeiten versucht, mit hohen Investitionen die Konjunktur am Laufen zu halten und für Wachstum zu sorgen. Dazu wurde der Staat im "Gesetz zur Förderung des Wachstums und der Stabilität der Wirtschaft" von 1967 sogar gesetzlich verpflichtet. Deshalb hat er auch so oft kapitalintensive Großprojekte, wie Ausbau von Flüssen, Straßenbau, Raumfahrt, Atomenergie oder Rüstung, gefördert. Mit großen Investitionen lassen sich große Wachstumsschübe erzeugen und eben auch große Gewinne erzielen. Doch mit der Zeit wird der Staat immer handlungsunfähiger, da die Schulden durch Zinsen und Zinseszinsen expotentiell eskalieren. Es wird allgemein weniger investiert und damit immer mehr Kapital zum Spekulationsobjekt. Deflation naht. Eskalierende Schulden, Aktien-, Boden- und Immobilienspekulationen waren in der Vergangenheit häufig die Vorläufer eines Systemcrashs. Verschuldung der Unternehmen In der Diskussion um eine zu hohe Verschuldung wird meistens der Staat als Übeltäter gebrandmarkt. Aber nicht nur der Staat hat sich verschuldet, auch Unternehmen stehen mit insgesamt über 3.300 Mrd. Euro in der Kreide. Die Beträge für Investitionen, welche Selbstständige aufbringen müssen, um im rauen Wettbewerb überhaupt mithalten zu können, haben sich immer weiter erhöht. Besonders neue Technologien und Mieten für Geschäftsräume, Lagerräume oder Produktionsstätten fallen hoch ins Kalkül. Diese Kosten werden von den Unternehmen in die Kalkulation einberechnet und landen in den Preisen schließlich beim Endverbraucher. Immer weiter steigende Investitionskosten können jedoch immer weniger in Gewinne gewandelt werden. Unternehmensinsolvenzen erreichen dieser Tage neue Rekordstände. Noch nie wurde so schnell und produktiv gearbeitet wie heute in Deutschland, und dennoch reicht es einfach nicht aus. Wie passt das zusammen? Verschuldung der Privathaushalte Bleiben noch die Privathaushalte, welche sich ebenfalls durch geschickte Werbung für Konsumgüter und Immobilien mit über 1.500 Mrd. Euro verschuldet haben. So gab es in den letzten Jahrzehnten eine systematische Umerziehung der Bürger vom sparenden zum verbrauchenden Individuum. Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen umfriedigender Arbeits- und Alltagswelt und übertriebenem Konsumverhalten. Wenn die Wirtschaft ständig wachsen soll, dann muss auch der Umsatz an Konsumgütern immer weiter wachsen. Heutzutage ist bereits jeder vierte Haushalt der Bundesrepublik überschuldet. Dabei gilt es zu bedenken, dass diese Schulden überwiegend für eine zusätzliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aufgenommen wurden und daher vom Handel und der Industrie erwünscht sind. Kredite werden dementsprechend beworben und angeboten. Doch wo ist das Geld? Ergibt sich die Frage, wohin das ganze Geld geflossen ist, wenn sich öffentliche Haushalte, Konsumenten und auch die Wirtschaft so hoch verschuldet haben? Wo sich Schulden stapeln, da müssten sich auf der anderen Seite auch Guthaben bilden. Ohne Guthaben kein Kredit, ohne Kreditrate keine Zinsgutschrift und ohne Schuldner kein Gläubiger. Im Spiegel-Online vom 11. Juni 2003 [5] erschien ein Artikel mit der Überschrift "Trotz Krise immer mehr Millionäre". Dort heißt es: "Weltweit können sich 7,3 Mio. Personen - 2,1 % mehr als im Vorjahr - zum Kreis der Dollar-Millionäre zählen. Laut Wealth Report ist aber nicht nur die Zahl der Reichen, sondern auch ihr Kapital gestiegen. Weltweit nahm es trotz Börsenflaute um 3,6 % auf 27,2 Bio. Dollar zu." Und weiter liest man: "Geholfen hat den Vermögenden nach Angabe der Studie, dass sie mehrheitlich konservative Anlagestrategien zur Mehrung ihres Besitzes genutzt haben. In den Portfolios der Reichen und Superreichen dominieren laut Merrill Lynch und Cap Gemini festverzinsliche Wertpapiere und risikoarme Anlagen." Der Titel des Berichts besagt also, dass es trotz einer Wirtschaftskrise immer mehr Millionäre gibt und außerdem auch das Kapital gestiegen ist. Man kann also in Zeiten schwindender Wirtschaftsleistung und wachsender Schulden sein Vermögen mit festverzinslichen Wertpapieren und risikoarmen Anlagen kräftig steigern. Noch im Juli 2003 bietet eine bekannte Deutsche Direktbank als Tagesgeld 2,5 % Zinsen ab dem ersten Euro an. Und das, obwohl das Sozialprodukt nach optimistischen Schätzungen in diesem Jahr nur um 0,75 % steigen soll. Das ist immerhin dreimal so hoch! Wie viel Zins bekommt man wohl für andere Größenordnungen als einen Euro? Überhaupt lag der Kapitalmarktzins seit 1960 im Durchschnitt meist über der Steigerungsrate des Sozialprodukts [6]! Auch bewegte er sich ständig über der Inflationsrate, da ein Inflationsausgleich Bestandteil des Zinses ist [7]. Fragt sich nun, wie solch ein Finanzsystem überhaupt funktionieren kann? Gibt es möglicherweise einen Fehler im System? II Das Geldsystem Die Funktion des Geldes Geld wird
allgemein als Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen angesehen.
Außerdem hat es noch die Aufgabe, als Wertaufbewahrungsmittel zu
fungieren. Zins und Zinseszins Nun ist
es ja so, dass dieses Geld, welches der Geldverleiher als Zins bekommt,
von jemandem erwirtschaftet werden muss. Ohne Schuld kein Guthaben und
umgekehrt. Wenn nun aus konjunkturellen Gründen, weil Märkte
irgendwann ganz normale Sättigungserscheinungen zeigen, zu wenig
Geschäftsleute, Unternehmer und Konsumenten Kredite nachfragen, jedoch
die Zinsgutschriften von langfristigen Anlagen bei den Geldverleihern
als vereinbarte Größe feststehen, kommt es zu einem Ungleichgewicht. Verdient nicht fast jeder am Zins? "Lassen
Sie Ihr Geld für sich arbeiten" wird von den Banken für
Geldanlagen geworben. Nun, ich habe bisher ausschließlich Menschen
oder Maschinen arbeiten gesehen. In Wirklichkeit arbeitet also der Schuldner
dafür, die Zinsen des Gläubigers zu erwirtschaften. III Lösungsversuche mit fatalen Folgen Verteilungskämpfe "Es
kann nur das verteilt werden, was erwirtschaftet wurde", wird treffend
argumentiert. Bei den ständig steigenden Zinseinkünften macht
man jedoch von dieser Regel eine Ausnahme. Die Zinsen nehmen immer größere
Teile der Staatseinnahmen und des Bruttosozialprodukts in Anspruch. Wenn
jedoch im zu verteilenden Gesamtkuchen ein Teil (die Kapitalerträge)
immer stärker als der andere Teil (Erträge aus Arbeit) wächst,
muss letzterer Teil immer mehr zugunsten des ersteren beschnitten werden.
Kapitalerträge sind leistungslose Einkünfte, während die
Menschen, welche mit ihrer täglichen Arbeit große Leistungen
vollbringen, immer mehr, schneller und für immer weniger Lohn arbeiten
sollen. Und auch die Sozialleistungen sollen beschnitten werden, da es
angeblich weniger zu verteilen gäbe. Inflation und Deflation Da man aus der Weltwirtschaftskrise der 20er Jahre gelernt hat, versucht man mit allen Mitteln, eine Hyperinflation, also eine schlagartige Entwertung des Geldes und damit der Schulden zu verhindern. Die Geldmenge kann heutzutage durch den Staat nicht ohne Weiteres mittels Geldpresse erhöht werten. Dafür sorgt schon allein die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Für die Einnahmenseite hat der Staat außer der Neuschuldenaufnahme noch die Möglichkeit, Steuern, Gebühren und Abgaben zu erhöhen, wovon er auch kräftig Gebrauch gemacht hat. Nun sind Obergrenzen erreicht, und man versucht, auf der Ausgabenseite gegenzusteuern. Man glaubt also, das Problem mittels Kürzungen von Sozialausgaben und Arbeitslöhnen beheben zu können. Dabei gerät man in eine deflationäre Abwärtsspirale. Das Reduzieren der Einkommen bewirkt eine Kaufzurückhaltung der Konsumenten, was die Unternehmen in Bedrängnis bringt. Diese müssen die Preise (z. B. mit Sonderangeboten, Aktionen und Rabatten) herabsetzen, weil sonst die Produkte zu wenig Absatz finden. Darauf schwinden die Unternehmensgewinne, und es folgen Lohnkürzungen, Entlassungen oder Insolvenzen. Dies verstärkt die Kaufzurückhaltung der Bürger noch weiter - ein Teufelskreis. Die wirtschaftliche Not großer Teile der Bevölkerung ist - wie schon 1929 - bereits vorprogrammiert! Zwischen 1929 und 1933 purzelten die Verbraucherpreise in Deutschland um nicht weniger als 36 %. Der Preisverfall trieb die Arbeitslosenzahlen in die Höhe und Hitler die Wähler zu. Dadurch kann neuer Nährboden für extreme politische Bestrebungen geschaffen werden. Lage in den USA und wachsende Kriegsgefahr Bleibt dann noch die Vernichtung des riesigen Kapital- und Warenüberhanges durch einen globalen Krieg. Die Weichen werden dafür bereits gestellt. Das Haushaltsdefizit der USA dürfte nach offiziellen Prognosen bei 455 Mrd. Dollar liegen [9]. Das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft kann nur noch durch Ankurbeln der Rüstungsindustrie gewährleistet werden [10]. Ohne ein Wachsen der Wirtschaft würden die USA in eine Deflation rutschen und damit die gesamte Welt in eine tiefe Wirtschaftskrise mitreißen. So kann man mit zusätzlicher Produktion das Nachfragepotential des Kapitals sichern. Kriege sind für das Kapital rentabel, da so einmal teuer produzierte Rüstungsgüter verbraucht und diese dann wieder neu produziert werden müssen. Gleichzeitig wird Infrastruktur vernichtet, welche dann wieder durch Investitionsvorhaben aufgebaut werden muss. Bei immer mehr gesättigten Konsummärkten ist es ein Weg für neue Investitionen. Dieser Automatismus ist verheerend! Ohne einem Antiamerikanismus das Wort zu reden, zeigt es den Hintergrund der immer mehr zunehmenden Militäraktionen der USA. Zusammenfassung und Lösungsweg Die einzige
Lösung ist die wirkliche Gleichstellung des Geldes zu Waren und Dienstleistungen.
Um die fatalen Lösungsversuche der Geschichte nicht weiter wiederholen
zu müssen, sollte das System so verändert werden, dass Geld
ebenfalls mit einem Angebotszwang ausgestattet wird. Nur dann ist es Waren
und Dienstleistungen ebenbürtig - ein echtes Tauchmittel und kein
Machtmittel mehr. Das kann mit einer Rückhaltegebühr erreicht
werden. Man soll also nicht mehr - wie derzeitig - für das Horten
von Geld geahndet werden. Dann gibt man es gern frei, tätigt Käufe
oder bringt es zur Bank. Man kann also auch weiter Geld sparen, nur vermehrt
es sich nicht mehr "von selbst". Geld ist dann stärker
öffentliches Gut. Es wird weiterhin von der Zentralbank herausgegeben,
die eine öffentliche Anstalt ist. Quellen [1] Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler http://www.steuerzahler.de [2]
Bundesfinanzministerium,
Angaben in Mrd. Euro [3] Deutsche
Bundesbank [4] Bundesanstalt
für Arbeit [5] http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,252498,00.html [6] Wirtschaftswachstum:
[8] Statistisches Bundesamt http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab1.htm
[9] http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,257218,00.html [10] http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,259439,00.html [11] http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/benjes/ben06.html
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